Fink

Installation - 2. Erst-Installation

2.1 Voraussetzungen

Sie brauchen:

2.2 Verzeichnis auswählen

Vor der Installation müssen sie sich entscheiden, wo das Verzeichnis für Fink sein soll. Die Empfehlung ist /sw und alle Beispiele in dieser Dokumentation wird davon ausgehen. Jedes andere Verzeichnis sollte auch in Ordnung sein, so lange es keine bereits existierendes ist, wie zum Beispiel /usr/local oder gar /usr. Tatsächlich versucht das Bootstrap-Skript solche Fälle abzufangen.

Der Name des Verzeichnis ihrer Wahl sollte keine Leerzeichen oder ähnliche Buchstaben enthalten. Unix selbst und der Großteil der Unix-Software wurde unter dieser Prämisse erstellt. Das Bootstrap-Skript mit Sym-Links auszutricksen, wird einfach nicht funktionieren.

2.3 Installation

Als erstes müssen sie den Fink-0.41.1.tar.gz Tarball auspacken (Wenn sie es mit Safari herunter geladen haben, wird es als fink-0.41.1.tar dargestellt werden). Dafür gehen sie in einem Terminal-Fenster in das Verzeichnis, in dem sich der Tarball befindet und führen folgendes Kommando aus:

tar xf fink-0.41.1.tar.gz

Das erzeugt ein Verzeichnis mit dem Namen fink-0.41.1. Wechseln sie in dieses Verzeichnis mit dem Kommando cd fink-0.41.1.

Die eigentliche Installation erfolgt durch das Perl-Skript bootstrap. Um die Installation zu starten, gehen sie in das Verzeichnis fink-0.41.1 und führen sie folgendes Kommando aus:

./bootstrap

Nach dem einige Test durch gelaufen sind, wird sie das Skript nach der Methode fragen, um root-Rechte zu erhalten. Die sinnvollste Wahl ist 'sudo'. Auf einer üblichen Installation von OS X steht sudo für den Nutzer, der bei der Installation eingerichtet wurde, bereits zur Verfügung. Das Skript wird sofort die ausgewählte Methode nutzen. Nur so kann die Installation erfolgen.

Als nächstes wird das Skript nach dem Installationspfad abfragen. Lesen sie den Abschnitt „Verzeichnis auswählen“ für weitere Hinweise dazu. Das Skript wird das Verzeichnis erstellen und für den späteren Bootstrap einrichten.

Als nächste erfolgt die Konfiguration von Fink. Der Prozess sollte selbsterklärend sein. Sie werden gefragt, wie das Konto für den Fink-Nutzer „build“ erstelt wird. Nutzen sie ein vernetztes System mit einem zentralen Server für Nutzer und Gruppen, können sie die Parameter manuell auswählen. Möglicherweise müssen sie sich an ihren Netzwerker-Administrator wenden. Sie werden erneut nach Proxies gefragt werden. Auch dazu müssen sie sich im Zweifelsfall an ihren Netzwerk-Administrator wenden. Danach wählen sie die Spiegelserver für Downloads aus. Wenn sie sich nicht sicher sind, drücken sie einfach Return und Fink wird eine vernünftige Voreinstellung auswählen.

Zu guter Letzt hat das Skript alle Informationen für den Bootstrap-Prozess. Das heißt, dass Fink einige essentielle Pakete herunter laden, erstellen und installieren wird. Machen sie sich keine Sorgen, wenn einige Pakete anscheinend zweimal kompiliert wird. Das ist notwendig, weil man für das Erstellen eins binären Pakets des Paketmanagers zuerst den Paketmanager braucht.

Anmerkung: Auf 10.8, 10.9 und 10.10 erscheinen nach dem Start des Installationsprozesses ein Dialogfenster, in dem sie gefragt werden, ob sie XQuartz installieren wollen. Wenn sie das wollen, dann können sie das beruhigt tun, denn die Installation von Fink wird dadurch nicht unterbrochen.

Nach dem Ende des Bootstrap-Prozesses, führen sie das Kommando /sw/bin/pathsetup.sh aus. Dieses hilft ihre Shell-Umgebung für Fink einzurichten. In den meisten Fällen wird es automatisch durchlaufen und sie einfach nur der Erlaubnis fragen, Änderungen vorzunehmen. Sollte das Skript in einen Fehler laufen, müssen sie die Umgebung von hand einrichten (siehe weiter unten).

(Wenn sie die Dinge selbst einrichten und csh oder tcsh nutzen, versichern sie sich, dass das Kommando source /sw/bin/init.csh beim Start der Shellausgeführt wird, entweder durch .login, .cshrc, .tcshrc oder was sonst auch immer angemessen ist. Benutzen sie bash oder eine ähnliche Shell, brauchen sie . /sw/bin/init.sh und legen sie es da ab, wo es ausgeführt wird wie .bashrc oder .profile.)

Sobald ihre Umgebung eingerichtet ist, öffnen sie ein neues Terminal-Fenster, damit die Änderungen auch wirklich greifen. Jetzt müssen sie mit Fink Paketbeschreibungen für sie herunter laden.

Mit folgendem Befehl

fink selfupdate-rsync

können sie Paketbeschreibungen mit rsync herunter laden. Das ist die bevorzugte Option für die meisten Nutzer, denn es ist schnell und es stehen mehrere Spiegelserver zur Verfügung.

Allerdings ist rsync oft von Netzwerk-Administratoren blockiert. Wenn ihre Firewall rsync nicht erlaubt, können sie cvs für das Herunterladen von Paketbeschreibungen probieren:

fink selfupdate-cvs

Wenn sie einen HTTP-Proxy verwenden, wird Fink diese Information an cvs weitergeben. Anmerkung: Sie können nur anonymes cvs (pserver) über einen Proxy benutzen.

Sie können jetzt fink Kommandos benutzen, um Pakete zu installieren.

fink --help

ist ein nützliches Kommando für weitere Informationen, wie man fink benutzt.

2.4 X11-Probleme klären

Fink verwendet virtuelle Pakete, um Abhängigkeiten von X11 zu deklarieren. Ab OS 10.6 stellt Fink keine eigenen Pakete mehr zur Verfügung. Die Optionen sind:

Weitere Informationen über die Installation und den Betrieb von X11 gibt es online bei X11 on Darwin and Mac OS X document.

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